Umgang mit dem Sterben

Metahasenbändigerin

Etwas mehr als eine Woche ist es nun her, dass Onko neben mir verstarb. Ich hatte damals die Möglichkeit, dass Privileg sie zu begleiten. Ja, dass macht etwas mit einem, im Guten wie im Schlechten.

Der Tod war für uns kein Tabuthema. Vorbereitet sind wir gewesen und natürlich ist auch klar, dass mensch in der Situation nie so vorbereitet reagieren wird, wie geplant. Wir haben lange vor dem Aufenthalt auf der Palliativstation darüber gesprochen wie wir beide Bestattet werden wollen. Auch, wie wir sterben wollen und viel wichtiger, wie nicht. Wir beide waren ein Stück weit gefasst.

In der Nacht als Onko starb konnte ich daher auch so reagieren, wie sie es gewollt hätte. Als der Sterbeprozess begann war sofort ein Pfleger mit mir auf dem Zimmer. Noch war unklar ob es wirklich schon so weit sei, da es auch eine Reaktion auf ein Medikament hätte gewesen sein können- allerdings…

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Modellprojekt in BaWü: Hund Watson unterstützt Zeugen

Quelle:

https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/justizministerium-baden-wuerttemberg-modellprojekt-hund-watson-begleitung-zeugen-gericht-therapiebegleithund/?utm_medium=email&utm_source=WKDE_LEG_NSL_LTO_Daily_EM&utm_campaign=wkde_leg_mp_lto_daily_ab13.05.2019&utm_source_system=Eloqua&utm_econtactid=CWOLT000016471077

Urlaub auf der Palliativstation

Metahasenbändigerin

Wohlmöglich klingt das für viele zunächst zu euphemistisch, jedoch- unsere Erfahrung dort kann tatsächlich ähnlich beschrieben werden. Immer wieder nannte ich es ein „Krankenhaus-Theme“-Urlaub.

Vor etwas mehr als zwei Wochen wurde Onko auf die Palliativstation verlegt. Bereits am ersten Abend fiel uns auf, dass die Gänge bunter, dass Personal allgemein ruhiger war. Wir entschieden uns dazu, dass jeder die Nacht für sich verbringen wird, ich einen Tag später vorbeikomme um die Nacht zu bleiben. Leider, und doch, glücklicherweise war diese erste gemeinsame Nacht auch die Nacht, in der sich ihr Zustand verschlechterte. Ich musste dabei zusehen wie sie zusammenbrach, sie an Blutkonserven angeschlossen wurde und sehr lange sehr fest schlief. Zwischendurch war es unklar, ob sie überhaupt noch einmal zu sich kommen würde.

Seit dieser Nacht blieb ich bei ihr, war meist nur wenige Augenblicke fort für Einkäufe und um sich um unsere Katze zu kümmern. In der ersten…

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Die Metahasenbändigerin – ein Nachruf

Metahasenbändigerin

Nun ist es also soweit, die Metahasenbändigerin in einem Nachruf zu feiern. Ja, ihr lest richtig- zu feiern, denn ich blicke zurück auf einen wunderbaren, engagierten Menschen, einem klugen wie  kreativer Kopf, eine liebenswerte wie verständnisvolle Partnerin und in den letzten Tagen, Ehefrau.

Das erste was bei ihr auffiel war ihre Ausstrahlung, ihre Lebendigkeit mit der sie den Raum füllte. Es sollte einem nicht ständig ins Gesicht geschrieben stehen, dass mit der Diagnose Krebs durchs Leben gegangen wird- so ihre Devise. Humor und Optimismus, ohne den Realitätssinn zu verlieren, ist das Geheimrezept nachdem wir beide lebten – hier passten wir zusammen so dass wir einander stets stärkten.

Wer ihre Comics von Anfang bis zum Ende anschaut, dem fällt eine Entwicklung auf, die zeigt wie sie an ihrer Diagnose wuchs. Vom Krebs als Mittelpunkt über den Krebs als besiegbaren Feind, als Begleiter und letztendlich, dem Ende.

Immer wieder wehrte sie sich…

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