Rechtsmediziner beklagen Leichenschau oft mangelhaft. Tötungsdelikte bleiben manchmal unentdeckt!

http://www.rechtsplitter.de/Rechtsmediziner_beklagen_Leichenschau_oft_mangelhaft__Toetungsdelikte_bleiben_manchmal_unentdeckt.rs228.html

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Eine Mutter, deren 26-jährige Tochter getötet wurde: „Bitte nehmen Sie sich die Zeit um es durchzulesen …“

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BITTE NEHMEN SIE SICH DIE ZEIT UM ES DURCH ZU LESEN. IM VORAUS DANKE.
MIR REICHTS!

SEIT 1 JAHR 122 TAGE KÄMPFE ICH. ICH BIN MUTTER.AM 4.5.16 UM 7:20 UHR KLINGELTE DER PFARRER MIT ZWEI POLIZISTEN AN MEINER TÜR. MIR WURDE GESAGT DAS MEINE 26 JÄHRIGE TOCHTER VON IHREM EHEMANN GETÖTET WURDE!

STILLE

DIE KRIPOBEAMTEN WAREN SEHR NETT.ICH HABE NOCH DREI KINDER DAMALS WAREN SIE 17,14 UND 11 JAHRE ALT.MEIN MANN UND ICH GINGEN IN DIE SCHULE UM UNSEREN KINDERN DIE SCHRECKLICHE TAT ZU SAGEN.WIR WAREN SO HILFLOS VOR UNSEREN AUGEN BRACHEN UNSERE DREI KINDER ZUSAMMEN WEINTEN UND SCHRIEN.TJA UND SEITDEM SIND WIR OPFER.WIR SIND ANGEHÖRIGE VON EINEM MORDOPFER.MAN ERLEIDET EIN SCHOCK-STRESS-TRAUMA.

AUSSENSTEHENDE KÖNNEN DAS MEIST ODER HÖCHSTENS EIN KLEINES STÜCKCHEN WEIT NACHEMPFINDEN,WAS WIR ALS ANGEHÖRIGE DURCHMACHEN.MAN HAT PLÖTZLICH SEIN LEBEN VERLOREN.MAN MUSS DEN VERLUST ERTRAGEN.NICHTS IST MEHR WIE ES MAL WAR.MANN KANN MORD NICHT MIT EINEM NATÜRLICHEN TODESFALL VERGLEICHEN.

ES IST AUCH KEINE NORMALE LEBENSKRISE.MEINE UNSERE SEELE WURDE VERLETZT.DAS IST EIN LEIDENSDRUCK DEN MAN MIT KEINEM WORT DER WELT BESCHREIBEN KANN. DER GLAUBE AN DIE VERSEHRTHEIT EINES MENSCHEN, DAS URVERTRAUEN VON EINEM WIRD KOMPLETT ZERSTÖRT.

ALS OPFER WIRD MAN ALLEINE GELASSEN.TÄTER WERDEN RESOZIALISIERT ABER OPFER NICHT. ABER OPFER VON GEWALTVERBRECHEN HABEN KEINEN AUTOMATISMUS DER EINFACH KOMMT. WIR SIND MENSCHEN UND KEINE ROBOTER WIR HABEN GEFÜHLE.ES WAR NIEMAND DA DER UNS MIT RAT UND TAT ZUR SEITE STAND.

WIR SUCHTEN UNS ALLE GLEICH THERAPEUTEN.OHNE THERAPEUTEN KANN MAN DEN MORD NICHT AUSHALTEN.SEIT DEM MUSS ICH FÜR ALLES KÄMPFEN.ICH MUSS MICH RECHTFERTIGEN UND MEIN LEBEN BEWEISEN.WARUM? MAN WIRD GESTRESST DURCH UNZÄHLIGE ANTRAGSFORMULARE. KEINER HILFT EINEM BEIM AUSFÜLLEN.ES KOMMEN FRAGEN WIE, BESCHREIBEN SIE WAS IHNEN PASSIERT IST?ALS MUTTER Z.B. EINE FRAGE ANZAHL DER KINDER? JA ICH HABE 4 KINDER SOLL ICH JETZT 4 REINSCHREIBEN ODER NUR 3? MEINEN DIE LEBENDE KINDER ODER TOTE?

DAS STRAFVERFAHREN STRESST EINEN AUCH. ES WIRD SCHMUTZIGE WÄSCHE GEWASCHEN ÜBER DEIN KIND DAS , DASS MORDOPFER IST.HALLO SIE WAR MEIN KIND!MEIN KIND IST TOT REICHT DAS NICHT?

ICH MACHE MIR ALS MUTTER DOCH SCHON GENÜGEND SCHULDGEFÜHLE DAS ICH MEIN KIND NICHT BESCHÜTZEN KONNTE.DANN DIESE GESETZESLAGE IST ES MORD ODER TOTSCHLAG?DIESES GESETZ MÜSSTE DRINGEND ÜBERARBEITET WERDEN.

MEINE TOCHTER WURDE ERWÜRGT IHR TOD DAUERTE 3-5 MINUTEN, IST DAS TOTSCHLAG? TÄTER WEGEN DROGEN BEKOMMEN JA SCHON MEHR HAFTSTRAFE.WAS IST IN DEUTSCHLAND EIN MENSCHENLEBEN WERT? WARUM STOSSEN WIR AUF SOVIEL UNVERSTÄNDNIS UND INKOMPETENZ?ICH MUSS AUCH SEIT DEM IMMER WIEDER VOR GERICHT UM , UM MEINE ENKELIN ZU KÄMPFEN. ICH WERDE STÄNDIG MIT DEM TÄTER KONFRONTIERT. WIR HABEN NATÜRLICH TRAUER SOWIE AUCH SORGEN,ÄNGSTE ODER NÖTE IN DER FAMILIE.ABER WIR MÜSSEN FÜR ALLES WEGEN DIESEN SCHICKSALSSCHLAG KÄMPFEN.

ES IST EIN SPIESSRUTENLAUF FÜR UNS HINTERBLIEBENE EINES MORDOPFERS. WIR BRAUCHEN MORALISCHE,PSYCHISCHE SOWIE FINANZIELLE HILFE!

JEDER VON UNS HAT DURCH DIESE GEWALTTAT SCHADEN ERLITTEN.ICH WILL NICHT STÄNDIG FORMULARE AUSFÜLLEN DADURCH WIRD MAN STÄNDIG RETRAUMATISIERT.ICH LEBE IN DER REALITÄT ICH WEISS DAS MEINE TOCHTER TOT IST. ICH WILL NICHT STÄNDIG ERZÄHLEN ODER WAS AUSFÜLLEN WAS PASSIERT IST.WARUM KANN ES NICHT UNBÖROKRATISCH ZUGEHEN?MEIN KIND IST TOT ICH HABE ES BEERDIGT REICHT DAS NICHT?

KEINER WILL NUR AUF SICH SELBST ANGEWIESEN SEIN IN DIESEM AUSNAHMEZUSTAND.JEDER MENSCH SOLLTE EINE GUTE LEBENSQUALITÄT HABEN UND NICHT IMMER MIT DEN VERLUST SEINES KINDES KONFRONTIERT WERDEN.

WARUM SIND WIR HINTERBLIEBENE NUR „SEKUNDÄROPFER“ ? PRIMÄR DURFEN WIR AUCH DAS LEID UND DEN SCHMERZ HABEN! WARUM WIRD NICHT ENDLICH DAS OPFERSCHUTZGESETZ RICHTIG ÜBERARBEITET UND DURCHGEFÜHRT? ANGEHÖRIGE WIE WIR SIND „PRIMÄROPFER“! ALS SOLCHE MÜSSEN WIR AUCH LANGSAM BEHANDELT WERDEN.

MEIN KIND IST TOT ES KOMMT NICHT MEHR! ICH HASSE ES OPFER ZU SEIN ICH HABE MIR DAS NICHT AUSGESUCHT. ICH HABE ZU DEM TÄTER NICHT GESAGT TÖTE MEINE TOCHTER UND MACHE UNS ZU OPFERN! WIR WOLLEN EIN LEBEN UND NICHTS ANDERES.ES REICHT JETZT!

Mir reichts

 

EINEN RIESEN DANK MUSS ICH AN DIE HILFSORGANISATION DEN BUNDESVERBAND ANUAS E.V. SAGEN DER EINEN BERATEND ZUR SEITE STEHT FÜR SOLCHE ANGEHÖRIGE VON MORDOPFERN WIE WIR ES SIND.

OHNE ANUAS WÜSSTE ICH NICHT WO ICH HEUTE STEHEN WÜRDE. FÜR UNS GIBT ES JA SONST KEINE HILFE.UND DAS IST ECHT VERDAMMT TRAURIG!

DANKE FÜRS LESEN.
ES DARF KOMMENTIERT UND GETEILT WERDEN.

EINE MUTTER DER ES REICHT.!

 

 

justitiasnews bekam die Erlaubnis der betroffenen Mutter ihren Text kopiert hier zu veröffentlichen!

+++ News +++ BV ANUAS e.V. – Hilfsorganisation für Angehörige von Tötungsfällen

 

Wie geht es eigentlich Angehörigen, deren Kinder ermordet wurde?

ANUAS hat eine Mediathek erstellt, wo Filme zu sehen sind, wie es den Angehörigen geht, welche Probleme sie haben und wie ihr Leben weiter geht.
Diese Mediathek dient dazu, in der Öffentlichkeit für betroffene Angehörige ( = Opfer psychischer Gewalt) zu sensibilisieren.
Das Verständnis von Nichtbetroffenen für diese Angehörigen ist sehr wichtig. Es geht nicht nur – wie jeder vermutet – um Tod und Trauer …. Es geht um viel mehr: um ganz viele Ungerechtigkeiten, Intoleranz und fehlende Akzeptanz. Oft fehlen ausreichende Hilfen für Betroffene.

In den Filmen wird informiert, wo die Probleme von verschiedenen betroffenen Menschen liegen.

Link „Audio-Mediathek“ auf der ANUAS-Webseite anklicken, um die einzelnen Fälle aufzurufen:

http://www.anuas.de/audio-mediathek/

 

Quelle: https://www.facebook.com/anuas.ev/?fref=nf

 

Die Wiederaufnahme im Strafverfahren – Bru­taler Rechts­staat

Ausschnitt aus der NDR-Reportage mit Fotos von Frederike Möhlmann

Der Mord an Frederike von Möhlmann schreit förmlich nach einer Wiederaufnahme des Strafverfahrens. Doch wenn der Verdächtige es nicht war? Der Staat tut gut daran, bei den bestehenden Regelungen zu bleiben, so Marco Mansdörfer.

Mehr von dem Artikel und Quelle: http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/wiederaufnahme-strafverfahren-brutaler-rechtsstaat/?utm_medium=email&utm_campaign=LTO-Newsletter+38%2F2015&utm_source=newsletter

36 Messerstiche – „Seit ich mich zurückerinnern kann“, behauptet Stefan W., „hat meine Mama mir den Kontakt zu meinem Papa verboten.

Bildergebnis für kreidekreis

Student (22): „Darum tötete ich meine Mutter“

Sabine W. wurde von ihrem Sohn im September 2014 in ihrer Wohnung im niederösterreichischen Strasshof mit 36 Messerstichen umgebracht. Kurz vor seinem Prozess spricht der Student über die Motive für seine Tat.

Die Kleidung gepflegt, das Haar kurz geschnitten, die Fingernägel sauber. Stefan W. sieht aus wie der „brave Junge von nebenan“. Und er benimmt sich auch so. Wird ihm eine Frage gestellt, beantwortet er sie höflich. Worüber der 22- Jährige gerne spricht? Über Literatur. Tolstoi, Tschechow, Tennessee Williams, sagt er, seien seine Lieblingsautoren. Und er redet viel über die Natur. Über mystische Landschaften. Über die Ozeane. Über Tiere, die in der Wüste und im Urwald leben.

Bescheiden, angepasst, fast demütig. Stefan W.s Verhalten im Landesgericht Korneuburg, wo er seit acht Monaten in U- Haft sitzt, ist genauso, wie es immer war. Bis zum 1. September 2014. Als er seine Mutter tötete. Sabine W. (44) und ihr Sohn hatten damals, beim Abendessen in ihrer Wohnung in Strasshof, Niederösterreich, Streit. Der junge Mann griff nach einer Glaskugel. Schlug damit der Frau auf den Kopf, sie fiel zu Boden.

Leiche in Bettzeuglade versteckt

In der Folge stach er, wie im Akt zu dem Fall zu lesen ist, „mit einem Messer 36- mal in ihren Hals und Nacken ein, wobei es zu einer Durchtrennung der Halsschlagader kam und sie innerlich verblutete“. Der Täter verpackte dann die Leiche in Folien, versteckte sie in einer Bettzeuglade und setzte sich in die USA ab. Wo er eine Rundreise machte. Am 16. Oktober konnte er schließlich in Oregon ausgeforscht und verhaftet werden. 

In wenigen Wochen wird dem Studenten der Prozess gemacht. Die Anklage lautet auf Mord. Denn die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sein Delikt von langer Hand geplant war. Belastend für den 22- Jährigen: Im Vorfeld des Verbrechens hatte er auf seinem Laptop wiederholt Recherchen dazu angestellt, mit welchen Werkzeugen ein Mensch einfach umzubringen sei und wie ein Täter auf der Flucht agieren solle.

„Der Alltag mit meiner Mutter war sehr schwierig“

„Ja“, erklärt Stefan W. nun, „es ist wahr, ich habe mir oft ausgemalt, wie es wäre, wenn meine Mama nicht mehr da sein würde. Aber das waren nur Fantasien.“ Wieso gab es diese Fantasien überhaupt? „Weil der Alltag mit meiner Mutter für mich sehr schwierig war, von klein auf.“

Sabine W. zog ihren Buben alleine groß. Die Trennung vom Vater geschah bereits während der Schwangerschaft. „Seit ich mich zurückerinnern kann“, behauptet Stefan W., „hat meine Mama mir den Kontakt zu meinem Papa verboten. Weil sie mich ganz für sich haben wollte. Das ging irgendwann sogar so weit, dass sie mir den Umgang mit Mitschülern verbat und später, mit 17, als ich meine erste Freundin hatte, mich so sehr drangsalierte, dass ich die Beziehung beendete.“

Sabine W. litt unter psychischer Erkrankung

Sabine W. und ihr Sohn: Über zwei Jahrzehnte hindurch lebten sie in einem Mikrokosmos des Irrsinns. Die Frau, geplagt von Verfolgungswahnideen, kapselte sich und ihr Kind völlig von der Umwelt ab. Nahm sie die Medikamente, die ihr Psychiater verschrieben hatten, ein dann schaffte sie es, in ihrem Beruf als Apothekerin zu arbeiten. Setzte sie die Pillen ab, kündigte sie ihre Jobs. Weil sie davon überzeugt war, ihre Kollegen würden ihr bloß Böses wünschen.

„Wenn ich Freunde fand oder mich mit Familienmitgliedern traf“, so der 22- Jährige, „erklärte mir meine Mutter, dass ich von ihnen nur ausgenützt würde. Viel zu lange habe ich ihr geglaubt, mit ihr ein einsames Dasein in unserer Wohnung geführt. Bis ich kapierte, dass meine Mama verrückt sein musste.“ Wann ist dieser „Knackpunkt“ da gewesen? „Als ich so 14, 15 war und sich ihr seelischer Zustand noch mehr verschlechterte.“

„An wen hätte ich mich wenden sollen?“

Inwiefern? „Sie begann, Selbstgespräche zu führen und mich körperlich zu misshandeln. Bis in die späte Nacht musste ich jeden Tag lernen, und wenn ich am Schreibtisch einschlief, schlug sie mich. Das war sogar noch so, als ich zuerst Jus und später Politikwissenschaften studierte.“ Gab es niemals Befreiungsversuche? „An wen hätte ich mich wenden sollen?“ Sein Verbrechen, beteuert Stefan W., sei nicht geplant gewesen, „es ist mir passiert. Als mir meine Mutter einen Urlaub verbieten wollte, sie mich beschimpfte und an den Haaren zog.“ Und dann sei „halt dieser Hass“ in ihm hochgekommen…

„Ich fühle mich wohl im Gefängnis“

„Mein Klient“, so Marcus Januschke, der Anwalt des 22- Jährigen, „ist kein Mörder. Seine Tat geschah im Affekt.“ Ähnlich sieht das Gerichtspsychiaterin Heidi Kastner. Der Täter leide an einer „schizoiden Persönlichkeitsstörung infolge einer fehlgeleiteten Erziehung“, diagnostiziert die Seelenärztin in ihrem Gutachten über den Täter. „Ich weiß, es klingt seltsam“, sagt Stefan W., „aber ich fühle mich wohl im Gefängnis. Es macht mir nichts aus, dass ich wahrscheinlich für längere Zeit hierbleiben werde. Denn ich will diese Zeit nutzen. Studieren. Und versuchen, mein Leben auf die Reihe zu kriegen.“

Quelle: http://www.krone.at/Oesterreich/Student_-22-_Darum_toetete_ich_meine_Mutter-Krone-Gespraech-Story-465250