Übertragung der Entscheidungsbefugnis zur Beantragung der Änderung des Familiennamens auf einen Elternteil

Bei einem Antrag der Mutter eines minderjährigen Kindes auf Ermächtigung zur Stellung eines Namensänderungsantrages ist Prüfungsmaßstab ausschließlich, ob die Antragstellung nach dem NÄG dem Kindeswohl entspricht, weil nachvollziehbare Gründe vorliegen, die unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohls eine Namensänderung als möglich erscheinen lassen. Eine zusätzliche inhaltliche Prüfung durch das Familiengericht bei Zustimmung des anderen Elternteils zur Namensänderung würde demgegenüber die Beschreitung des für die Prüfung der Namensänderung vorgesehenen Verwaltungsrechtsweges unverhältnismäßig erschweren. Die Antragstellung entspricht dem Kindeswohl, wenn durch die Namensänderung die Verbindung von dem Kind zu seiner Mutter gestärkt werden kann, was sich für das Kind in seinem ständigen sozialen Umfeld stabilisierend auswirken kann.

Beschluss des OLG Brandenburg vom 21.04.2015, Az.: 10 UF 120/14

Originalentscheidung in JURION aufrufen:
OLG Brandenburg, 21.04.2015, 10 UF 120/14

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